Emily Dickinson, Jorge Semprún, Nelly Sachs, Gertrud Kolmar, Thomas Lux, Carolyn Kizer

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2006 en ook mijn blog van 10 december 2007 en ook mijn blog van 10 december 2008.

Two lenghts has every day

Two lenghts has every day,
Its absolute extent—
And area superior
By hope or heaven lent.
Eternity will be
Velocity, or pause,
At fundamental signals
From fundamental laws.
To die, is not to go—
On doom’s consummate chart
No territory new is staked,
Remain thou as thou art.

 

I did not reach thee

I did not reach thee,
But my feet slip nearer every day;
Three Rivers and a Hill to cross,
One Desert and a Sea—
I shall not count the journey one
When I am telling thee.

Two deserts—but the year is cold
So that will help the sand—
One desert crossed, the second one
Will feel as cool as land.
Sahara is too little price
To pay for thy Right hand!

The sea comes last. Step merry, feet!
So short have we to go
To play together we are prone,
But we must labor now,
The last shall be the lightest load
That we have had to draw.

The Sun goes crooked—that is night—
Before he makes the bend
We must have passed the middle sea,
Almost we wish the end
Were further off—too great it seems
So near the Whole to stand.

We step like plush, we stand like snow—
The waters murmur now,
Three rivers and the hill are passed,
Two deserts and the sea!
Now Death usurps my premium
And gets the look at Thee.

 

I ’m nobody! Who are you?

I ’m nobody! Who are you?
Are you nobody, too?
Then there ’s a pair of us—don’t tell!
They ’d banish us, you know.

How dreary to be somebody!
How public, like a frog
To tell your name the livelong day
To an admiring bog!

Emily-Dickinson-Portrait

Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
Muurschildering in Amhurst

 

De Spaanse schrijver en politicus Jorge Semprún Maura werd geboren in Madrid op 10 december 1923. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: Was für ein schöner Sonntag!

 

»Es lebe das größte Genie der Menschheit, der Herr und Gebieter, der uns siegreich zum Kommunismus geführt hat, unser lieber Stalin!«
Sie erinnerten sich sicherlich an den lieben Stalin. Sie zitterten immer noch, rückblickend, vor ehrerbietigem und furchtsamem Grauen.
Aber ich bin in Prag, in der Nationalgalerie, vor einem Bild von Renoir.
Warum bin ich in Prag?
Vielleicht ganz einfach nur darum, um vor einem Bild von Renoir zu stehen. Vielleicht habe ich alle anderen Gründe und Voraussetzungen für diese Reise nach Prag eben deshalb vergessen, weil das einzig Wichtige diese Betrachtung eines Bildes von Renoir war. Natürlich nicht nur wegen Renoir. Vielleicht hätte ein Bild von Vermeer oder von Velasquez oder von El Greco genau das gleiche bewirkt. Ich meine damit, daß das Wichtige nicht nur das betrachtete Bild war, sondern auch die Tatsache der Betrachtung selbst. Vielleicht die Tat der Betrachtung selbst.
Aber ich hin in Prag, in der Nationalgalerie im Palais Sternberk. Ich bin nicht in Toledo, in der Iglesia de Santo Tomé vor dem Begräbnis des Grafen Orgáz. Auch nicht im Prado vor den „Meninas“. Noch im Mauritshuis vor der Ansicht von Delft: jenen Bildern, um die herum die Rekonstruktion meines Lebens möglich sein sollte.
Denn mein Leben gleicht keinem Fluß, vor allem keinem immer anderen, niemals gleichen Fluß, in dem man nicht zweimal baden könnte: mein Leben ist die gesamte Zeit des Bereits-Gesehenen, des Bereits-Erlebten, der Wiederholung, des Gleichen bis zum Überdruss, bis es durch das Identische etwas anderes, etwas Fremdes wird. Mein Leben ist kein zeitliches Fließen, keine fließende Dauerhaftigkeit, sondern etwas Strukturiertes oder schlimmer noch: etwas sich Strukturierendes, eine sich selbst strukturierende Struktur. Mein Leben ist unentwegt destrukturiert, ständig im Begriff, sich zu destrukturieren, sich zu verflüchtigen, in Rauch aufzugehen. Es ist eine Folge von Unbeweglichkeiten, von Momentaufnahmen, eine unzusammenhängende Aneinanderreihung vergänglicher Augenblicke, bloß vorübergehend in einer endlosen Nacht flimmernder Bilder. Nur eine übermenschliche Anstrengung, eine völlig unvernünftige Hoffnung halten diese verstreuten Kienspäne und Strohfackeln zusammen, erwecken wenigstens den Anschein, all das zusammenzuhalten. Das Leben als Fluß, als Fließen ist eine romanhafte Erfindung. Eine erzählerische Beschwörung, ein Trick des Ego, um an sein ewiges, zeitloses Dasein glauben zu lassen – sogar in der perversen oder pervertierten Form der Zeit, die verfließt, verlorengeht und wiedergefunden wird – und um sich selbst davon zu überzeugen, indem man sein eigener Biograph, der Romancier seiner selbst wird. Mein Leben ist nichts anderes als dieses Bild von Renoir, mein Blick auf dieses Bild.“

 

semprun

Jorge Semprún (Madrid, 10 december 1923)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Nelly Sachs werd op 10 december 1891 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006. en ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Die gekrümmte Linie des Leidens

Die gekrümmte Linie des Leidens
nachtastend die göttlich entzündete Geometrie
des Weltalls
immer auf der Leuchtspur zu dir
und verdunkelt wieder in der Fallsucht
dieser Ungeduld ans Ende zu kommen –

Und hier in den vier Wänden nichts
als die malende Hand der Zeit
der Ewigkeit Embryo
mit dem Urlicht über dem Haupte
und das Herz der gefesselte Flüchtling
springend aus seiner Berufung: Wunde zu sein –

 

Diese Nacht

Diese Nacht
ging ich eine dunkle Nebenstraße
um die Ecke
Da legte sich mein Schatten
in meinen Arm
Dieses ermüdete Kleidungsstück
wollte getragen werden
und die Farbe Nichts sprach mich an:
Du bist jenseits

nelly_sachs_timbre

Nelly Sachs (10 december 1891 – 12 mei 1970)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Gertrud Kolmar (pseudoniem van Gertrud Käthe Chodziesner) werd op 10 december 1894 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Der Engel im Walde

 

Gib mir deine Hand, die liebe Hand, und komm mit mir;

Denn wir wollen hinweggehen von den Menschen.

Sie sind klein und böse, und ihre kleine Bosheit haßt und peinigt uns.

Ihre hämischen Augen schleichen um unser Gesicht, und

ihr gieriges Ohr betastet das Wort unseres Mundes.

Sie sammeln Bilsenkraut . . .

So laß uns fliehn

Zu den sinnenden Feldern, die freundlich mit Blumen und

Gras unsere wandernden Füße trösten,

An den Strom, der auf seinern Rücken geduldig wuchtende

Bürden, schwere, güterstrotzende Schiffe trägt,

Zu den Tieren des Waldes, die nicht übelreden.

 

Komm.

Herbstnebel schleiert und feuchtet das Moos mit dumpf

smaragdenem Leuchten.

Buchenlaub rollt, Reichtum goldbronzener Münzen.

Vor unseren Schritten springt, rote zitternde Flamme,

das Eichhorn nur.

Schwarze gewundene Erlen züngeln am Pfuhl empor in

kupfriges Abendglasten.

 

Komm.

Denn die Sonne ist nieder in ihre Höhle gekrochen, und ihr

warmer rötlicher Atem verschwebt.

Nun tut ein Gewölb sich auf.

Unter seinem graublauen Bogen zwischen bekrönten Säulen

der Bäume wird der Engel stehn,

Hoch und schmal, ohne Schwingen.

Sein Antlitz ist Leid.

Und sein Gewand hat die Bleiche eisig blinkender Sterne

in Winternächten.

Der Seiende,

Der nicht sagt, nicht soll, der nur ist,

Der keinen Fluch weiß noch Segen bringt und nicht in

Städte hinwallt zu dem, was stirbt :

Er schaut uns nicht

In seinem silbernen Schweigen.

Wir aber schauen ihn,

Weil wir zu zweit und verlassen sind.

 

Vielleicht

Weht ein braunes, verwelktes Blatt an seine Schulter,

entgleitet;

Das wollen wir aufheben und verwahren, ehe wir weiterziehn.

 

Komm, mein Freund, mit mir, komm.

Die Treppe in meines Vaters Haus ist dunkel und krumm

und eng, und die Stufen sind abgetreten;

Aber jetzt ist es das Haus der Waise, und fremde Leute wohnen darin.

Nimm mich fort.

Schwer fügt der alte rostige Schlüssel im Tor sich meinen

schwachen Händen.

Nun knarrt es zu.

Nun sieh mich an in der Finsternis, du, von heut meine Heimat.

Denn deine Arme sollen mir bergende Mauern baun,

Und dein Herz wird mir Kammer sein und dein Auge mein

Fenster, durch das der Morgen scheint.

Und es türmt sich die Stirn, da du schreitest.

Du bist mein Haus an allen Straßen der Welt, in jeder

Senke, auf jedem Hügel.

Du Dach, du wirst ermattet mit mir unter glühendem

Mittag lechzen, mit mir erschauern, wenn Schneesturm

peitscht.

Wir werden dürsten und hungern, zusammen erdulden,

Zusammen einst an staubigem Wegesrande sinken und weinen …

 

Kolmar

Gertrud Kolmar (10 december 1894 – (?) maart 1943)

 

De Amerikaanse dichter Thomas Lux werd geboren op 10 december 1946 in Northampton, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

He Has Lived In Many Houses 

 

furnished rooms, flats, a hayloft,

a tent, motels, under a table,

under an overturned rowboat, in a villa (briefly) but not,

as yet, a yurt. In these places

he has slept, eaten,

put his forehead to the window glass,

looking out. He’s in a stilt-house now,

the water passing beneath him half the day;

the other half it’s mud. The tides

do this: they come, they go,

while he sleeps, eats, puts his forehead

to the window glass.

He’s moving soon: his trailer to a trailer park,

or to the priory to live among the penitents

but in his own cell,

with wheels, to take him, when it’s time

to go, to: boathouse, houseboat

with a little motor, putt-putt,

to take him across the sea

or down the river

where at night, anchored by a sandbar

at the bend,

he will eat, sleep, and press his eyelids

to the window

of the pilothouse

until the anchor-hauling hour

when he’ll embark again

toward his sanctuary, harborage, saltbox,

home.

 

Lux

Thomas Lux (Northampton, 10 december 1946)

 

De Amerikaanse dichteres Carolyn Ashley Kizer werd geboren op 10 december 1925 in Spokane, Washington. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Poet’s Household

 

1

 

The stout poet tiptoes

On the lawn. Surprisingly limber

In his thick sweater

Like a middle-age burglar.

Is the young robin injured?

 

2

 

She bends to feed the geese

Revealing the neck’s white curve

Below her curled hair.

Her husband seems not to watch,

But she shimmers in his poem.

 

3

 

A hush is on the house,

The only noise, a fern,

Rustling in a vase.

On the porch, the fierce poet

Is chanting words to himself.

 

kizer_carolyn

Carolyn Kizer (Spokane, 10 december 1925)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e december ook mijn vorige blog van vandaag.

Karl Heinrich Waggerl, Pierre Louÿs, Clarice Lispector, Ara Baliozian, Rumer Godden, Christine Brückner, Jacquelyn Mitchard

De Oostenrijkse schrijver Karl Heinrich Waggerl werd geboren op 10 december 1897 in Bad Gastein. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

Uit: Davids Weihnachtsfeier im Armenhaus

„Aus allen Fenstern fällt warmer Kerzenschein auf den Dorfplatz. Im Vorübergehen sieht David die Leute in den Stuben vor dem Christbaum beisammenstehen. Das Jüngste hat der Vater auf dem Arm, es hopst und kräht und greift nach den Lichtern. Und die Mutter hat keinen Augenblick Ruhe, eins zerrt an ihrer Schürze, damit sie ihm endlich in die neuen Schuhe hilft, und indessen wird sie vom ändern beinahe erwürgt, weil sie die Puppe noch nicht genug bewundert hat. Anderswo kommt die Sache erst in Gang. Eine Tür öffnet sich eben, ein Rudel Kinder stolpert herein, und dahinter steht wiederum der Vater, es ist überall derselbe hemdsärmelige Mann, der wohlwollend lacht und die Zigarre zwischen den krummen Fingern dreht, und es ist auch die gleiche Mutter, die irgendein Paketchen in den Händen hält und den Kopf dazu schüttelt. Denn es ist ja alles reine Verschwendung, was man ihr schenkt!

Auch in den früheren Jahren ging David um diese Stunde über den Dorfplatz, stand vor den erleuchteten Fenstern und drückte seine Nase an die Scheiben. Auf diese Weise konnte er an allem ein wenig teilnehmen, an der Bescherung im ganzen Dorf. Er selbst hatte ja nicht viel zu erwarten, ein paar Äpfel und Dörrbirnen vom Pfarrer, eine Handvoll Zuckerzeug oder etwas Nützliches, ein Paar Strümpfe vielleicht. Und oft verging er fast vor Aufregung und Ungeduld, wenn er mitansehen mußte, was zum Beispiel dieser Peter mit seiner Mundharmonika anstellte. Rein gar nichts brachte er heraus, während er, David, sicher auf das erste Mal einen flotten Marsch aufgespielt hätte.

Aber heuer ist es anders, diesmal ist er nicht mit leeren Händen unterwegs, nicht Zaungast vor fremden Häusern. Ach Gott, wie freut sich die Mutter über ihre Schachtel, wie bestaunt die Krämerin den schönen Begonienstock! Wird er nun weiß oder rot blühen? Rot, sagt David prophetisch. Wenn nicht Gott ein Wunder wirkt, um des Friedens willen.

David geht stolz und schwitzend in der Stube auf und ab, trägt Fäustlinge an den Händen und einen Wollschal um den Hals, und alles ist so überaus prachtvoll und festlich. Der Lichterbaum, die Kerzen und das Backwerk und das glitzernde Engelhaar über und über, und ganz oben der gläserne Stern, der sich in der warmen Luft langsam dreht.“

waggerl

Karl Heinrich Waggerl (10 december 1897 – 4 november 1973)

 

De Franse dichter en schrijver Pierre Louÿs werd geboren op 10 december 1870 in Gent. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

L’aube de la Lune

 

Regarde la naissance ardente de la lune,

Ô Stulcas! c’est un coeur qui répand sur les eaux

Le sang d’une aube horrible au sommet des roseaux

Où Syrinx va gémir à sa triste fortune

 

Les ombres des palmiers s’éveillent,et chacune

Traîne deux fils de flamme à ses obscurs fuseaux,

Et les crins du centaure et l’aile des oiseaux

Se haussent, alourdis d’une pourpre importune.

 

Le bruit des palmes doux comme la pluie en mer

Verse une onde altérée à la ferveur de l’air;

Tout ruisselle et se perd goutte à goutte…Respire,

 

Stulcas, la lune est pure et sur le ciel plus clair

Notre bouc irrité par le vol du vampire

Se cabre dans l’orgueil d’échapper à la nuit

 

 

L’Iris

 

Je t’apporte un iris cueilli dans une eau sombre

Pour toi, nymphe des bois, par moi, nymphe de l’eau,

C’est l’iris des marais immobiles, roseau

Rigide, où triste, oscille une fleur lourde d’ombre.

 

J’ai brisé, qui semblait un bleu regard de l’air,

L’iris du silence et des fabuleux rivages;

J’ai pris la tige verte entre mes doigts sauvages

Et j’ai mordu la fleur comme une faible chair.

 

Les gestes et les fleurs, ô sereine ingénue,

Parleront pour ma bouche impatiente et nue,

Où brûlent mes désirs et l’espoir de tes mains:

 

Accueille ici mon âme étrangement fleurie

Et montre à mes pieds par quels obscurs chemins

Je mêlerai ta honte à ma vaste incurie.

 

pierre-louys

Pierre Louÿs (10 december 1870 – 6 juni 1925)

 

De Engelse schrijfster Margaret Rumer Godden werd geboren op 10 december 1907 in Eastbourne, East Sussex. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: In This House of Brede

 

„The tower of Brede Abbey was a landmark for miles through the countryside and out to sea; high above the town of Brede its gilded weathercock caught the light and could flash in the bright sun.

The weathercock bore the date 1753 and had been put there by the Hartshorn family, to whom the abbey—in those days the Priory of the Canons of St. Augustine—had been given after the Reformation; it had then been the Hartshorns’ private house for more than 250 years. When the nuns came they had thought it prudent not to take the weathercock down. “Brede wouldn’t have tolerated a Catholic nunnery here in 1837,” Dame Ursula Crompton told the novices. “We had to disguise ourselves.” The cross was below, a stone cross interlaced with thorns—and it had known thorns; it had been thrown down, erected again, and stood now high over the entrance to the church; it was said to be nearly a thousand years old; certainly its stone was weathered, but, though the wind from the marshes blew fiercely against it and rain beat in the winter gales that struck the heights of Brede so violently, the cross stayed unmoved, sturdily aloft, while the weathercock whirled and thrummed as the wind took it. Dame Ursula had pleasure in underlining the moral, but then Dame Ursula always underlined.

The townspeople were used to nuns now. The extern sisters, who acted as liaisons between the enclosure and the outside world, were a familiar sight in their black and white, carrying their baskets as they did the abbey’s frugal shopping. Brede Abbey had accounts at the butcher and grocer as any family had; the local garage serviced the abbey car, which Sister Renata drove; workmen from Brede had been inside the enclosure, and anyone was free to come through the drive gates, ring the front-door bell, which had a true monastic clang, and ask for an interview with one of the nuns; few of the townspeople came, though the mayor made a formal call once a year; the abbey’s visitors, and there were many, usually came from further afield, from London or elsewhere in Britain, from the Continent or far overseas, some of them famous people. The guesthouse, over the old gatehouse, was nearly always full.“

 

Rumer_Godden

Rumer Godden (10 december 1907 – 8 november 1998)

 

De Braziliaanse schrijfster Clarice Lispector werd geboren op 10 december 1925 in Podolia (Oekraïne). Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: The Hour Of The Star

 

“Everything in the world began with a yes. One molecule said yes to another molecule and life was born. But before prehistory there was the prehistory of prehistory and there was the never and there was the yes. It was ever so. I do not know why, but I do know that the universe never began.

Let no one be mistaken. I only achieve simplicity with enormous effort. …

In writing this story, I shall yield to emotion and I know perfectly well that every day is one more day stolen from death. In no sense an intellectual, I write with my body. And what I write is like a dank haze. The words are sounds transfused with shadows that intersect unevenly, stalactites, woven lace, transposed organ music. I can scarcely invoke the words to describe this pattern, vibrant and rich, morbid and obscure, its counterpoint the deep bass of sorrow. Allegro con brio. I shall attempt to extract gold from charcoal. I know that I am holding up the narrative and playing at ball without a ball.

Is the fact an act? I swear that this book is composed without words: like a mute photograph. This book is a silence: an interrogation.”

 

clarice-lispector

Clarice Lispector (10 december 1925 – 9 december 1977)

 

De Armeense schrijver Ara Baliozian werd geboren op 10 december 1936 in Athene. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: Pages From My Diary, 1986-1995

 

All people with a long history of oppression are short-tempered. When an Armenian loses his temper, the message he is trying to convey is: “I took it from the Turks for a thousand years; I don’t have to take it from you.” The “I” of course stands not just for himself but for all his ancestors as well—or his collective unconscious.

Whenever I read a book by an odar Armenologist, I cannot help thinking that he is more interested in our past than in our future. He values our antiquities much more than ourselves. These academics will probably be happier if we were to vanish from the face of the earth, thus providing them with a clear-cut ending and a final chapter to their field of inquiry.

Whenever I read a critical letter from one of my readers, I am reminded of a friend who runs a pizza parlor. “Armenians are hard to please”, he is fond of saying. “Everyone likes my pizza, except Armenians—they always have something critical to say. Some day if you ever go into pizza business you will know what I mean.”
I have never bothered to explain to him that I am myself a battle-scarred veteran of many wars; and that unlike the owner of a pizzeria, an Armenian writer is asked to bear not just the cross but also the cost of Armenian literature.

Nothing can be more repellent to me than the self-satisfied smile of someone who thinks he has got it made. Whenever I see such a smile on the cover of a magazine, I feel like going down on my knees and saying: “O God, allow me to die a miserable failure in order that I may never smile like that.”

 

Baliozian

Ara Baliozian (Athene, 10 december 1936)

 

De Duitse schrijfster Christine Brückner werd geboren op 10 december 1921 in Schmillinghausen bij Bad Arolsen in Hessen. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: Effi Briest an den tauben Hund Rollo

 

Ich klage dich nicht an, Instetten, du bist, wie du bist. Aber klagen werde ich doch dürfen. Ihr habt mich alle geliebt, weil ich war, wie ich war und wie ich jetzt nicht mehr bin. Und dich hat man geachtet, weil du bist, wie du bist. Und was ist denn nun besser, lange Jahre geachtet oder kurze Zeit geliebt zu werden? Vater würde da wieder sagen, „das ist ein zu weites Feld“. Das weite Feld! Ich wußte nicht, daß es Mauern und Zäune gibt, über die man nicht hinwegspringen kann. Hindernisreiten habe ich nicht gelernt.
Jetzt legt er mir wieder seine dicke Pfote aufs Knie. Meinst du, Rollo, daß wir unseren Spaziergang machen sollten, damit alles immer so weitergeht und seine Ordnung hat? Die Wege immer kürzer, die Ruhepausen länger? Ja, Instetten! Jemand, der Grundsätze hat, der ist im Vorteil, und mehr will ich dazu nicht sagen. Du hast keine Liebe in dir, und dafür kannst du nichts und deshalb hast du vielleicht doch keine Schuld. Du hast gesagt, Festigkeit wäre nicht meine Spezialität. Du hast immer nur gesagt, was ich nicht war und was ich nicht hatte. Das ist wie mit den Zehn Geboten. „Du sollst nicht!“ Aber mir muß man sagen, was ich soll! Du hattest dich in das halbe Kind, das ich noch war, verliebt, weil du in jungen Jahren meine Mutter liebtest. Eigentlich hast du doch meine Mutter gemeint, und die hätte auch besser zu dir gepaßt, das denkt Vater auch. A
lle haben es gewußt, nur ich nicht. Und die andere Hälfte des halben Kindes wolltest du dir erziehen.
Jetzt müssen wir endlich auch von Crampas reden, Instetten! Crampas ließ mich so, wie ich war, der wollte nichts, und ich wollte auch nichts. Man fliegt und verliert den Boden unter den Füßen, man denkt, gleich reißt das Seil, und dann reißt es doch nicht, und man steht wieder auf den Füßen, aber man ist danach nicht mehr dieselbe. Von Major Crampas hieß es in Kessin, er sei ein Damenmann. Er nahm die Frauen ernst oder wenigstens doch so ernst wie seinen Dienst und überhaupt die Welt. Ganz ernst war ihm nichts. Ich habe doch „nein“ gesagt! Ich habe mich gewehrt, und er hat mich bedrängt, das ging so hin und her.”

 

brueckner

Christine Brückner (10 december 1921 – 21 december 1996)

 

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: No Time to Wave Goodbye

 

Before dawn on the day she would finally see his first real film, Beth Cappadora slipped into the guest room and lay down on the edge of the bed where her son, Vincent, slept.
Had she touched his hair or his shoulder, he would not have stirred. When he slept at all, Vincent slept like a man who’d fallen from a relaxed standing position after being hit on the back of the head by a frying pan. Still, she didn’t take the risk. Her relationship with Vincent didn’t admit of nighttime confidences, funny cards, all the trappings of the sentimental, platonic courtship between a mother and her grown boy. Instead, Beth blessed the air around his head, where coiled wisps of dark hair still sprang up as they had when he was a child.
Show them, Vincent, she said softly. Knock ‘em dead.
Beth asked only a minor redemption-something that would stuff back the acid remarks that everyone had made about where Vincent’s career of minor crime and major slough-offs would end, because it had so far outlasted the most generous boundaries of juvenile delinquency. She wished one thing itself, simple and linear: Let Vincent’s movie succeed.
That night, as she watched the film, and recognized its might and its worth, Beth had to appreciate-by then, against her will-that her wish was coming true. What she didn’t realize was something that she’d learned long ago.
Only long months from that morning did Beth, a superstitious woman all her life, realize she had forgotten that if a wish slipped like an arrow through a momentary slice in the firmament, it was free to come true any way it would. Only fools thought its trajectory could ever be controlled.„ 

 

mitchard

Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)