Dirk Dobbrow, Rafał Wojaczek, Peter Handke, Henk van Woerden, Alfred Joyce Kilmer, Paul Adam, Sophie von La Roche, Baldassare Castiglione

De Duitse schrijver en acteur Dirk Dobbrow werd geboren op 6 december 1966 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 6 december 2008.

Uit: Späte Störung

„Gelächter weckte ihn, er sah auf die Leuchtziffern seiner Uhr. Es war kurz vor halb sechs, Stimmen drangen zu ihm herauf. Er knipste das Licht an. Iris rührte sich nicht, sie hatte eine Tablette genommen. Warum musste sie immerzu Tabletten nehmen? »Hörst du nicht?«, flüsterte er. »Es ist jemand im Haus.« Sie schlief, eine Speichelblase klebte an ihren Lippen. Die Haut auf ihren Augenlidern schimmerte blau.

Sein Haus war sicher. Die Türen waren mit Zusatzschlössern ausgerüstet, Scharniersicherungen verhinderten, dass man sie aushebeln konnte. Fenster und Terrassentüren wurden von Stangenschlössern und Sperrbügeln gesichert. Die Kellerschächte waren mit Gitterrostsicherungen versehen. Hier kommt niemand ungebeten rein, hatte der Mann von der Sicherheitstechnik gesagt. Selbst ein Panzerriegelschloss für die Eingangstür hatte Frank ihm abgekauft. Der gehärtete Stahlbügel sei bruchfest bis einskommafünf Tonnen. Das hatte Frank überzeugt.

Er lauschte. Da war das Lachen wieder, jung und hell. Einbrecher lachen nicht. Sein Traum fiel ihm ein. Oben auf der Leiter hatte er gestanden, die Kabel in der Hand. Er musste die aus der Dose ragenden Adern mit dem Seitenschneider zurechtstutzen, ihre Isolation entfernen. Nicht die Kupferseele einschneiden, hatte er gedacht, niemals die Kupferseele einschneiden.

Wir brauchen mehr Licht, hatten sie von unten gerufen, Gestalten in grünen Operationskitteln mit Masken vor Nase und Mund. Beim Anklemmen der Adern achtete er auf eine korrekt leitende Verbindung. Das blanke Ende der Seele verschwand vollständig in der Klemme. Er zog die Schrauben fest. Licht flammte auf, er sah von der Leiter hinab auf den Tisch. Darauf lag das Mäd chen, es war nackt und mager. Sie wollten es an die Maschine anschließen. Das Fett wollten sie ihr absaugen. Sie ist zu mager, hatte er gerufen, viel zu mager. Dann war er erwacht.

Es war seine Tochter, die unten lachte. Jetzt erkannte er ihre Stimme. Jemand sprach leise zu ihr. Gläser klirrten. Frank setzte sich auf. Die Schlafzimmertür stand offen. Er mochte es nicht, an der offenen Tür zu schlafen. »Ich bekomme keine Luft«, sagte Iris, wenn er sie abends schloss. Kaum war er eingeschlafen, öffnete sie sie wieder.

Er sah auf seine nackten Füße hinab. Die Zehen waren gekrümmt, sie passten sich den Schuhen an im Laufe der Jahre. Die Adern auf dem Spann waren geschwollen. Ein paar Haare kräuselten sich auf der Haut. Er erkannte die Stelle, wo er sich verbrüht hatte als Kind. Da war die Haut rosa mit bräunlichen Flecken darauf, Pigmentstörungen. Ihm war der Topf mit dem kochend heißen Wasser aus der Hand geglitten.“

dobbrow

Dirk Dobbrow (Berlijn, 6 december 1966)

 

De Poolse dichter Rafał Wojaczek werd geboren in Mikołów op 6 decmber 1945. Zie ook mijn blog van 6 december 2008.

This process

This process, this is life driven by a will
Opposed to it, because it finds death
Inside. This friction, benevolent resistance
Aimed toward staying in the background

Of one infinity. This heavy inertia
Weighing toward a cozy genesis filled with
Stale blood. This propensity to falling
On a sure bed – a safe and sated bottom.

This process is the dying not yet traversed
By anyone on the road; through which a reverse
Rememberance of the dead does not shine.

This process, believe me, is real in time
By which the heroism will mature in my chest
To allow me to rightfully nurse at your breast.

  

Vademecum

Who gives the dark ones a white woman of day
Will have to restart and begin as I say

Who of holy harmony will dream
Death invent he must and entrust in him

Lose fear of the knife where its point
Near the fifth rib marks the joint

And do not fear or mock the truth
That the knife is faith’s serious tool

And don’t let it wait for the years
Will crush it and wither its veneers

But with religious hand one must grasp
And with immense strength and joy one must thrust

To begin the fight with self one takes up
Who – fluent in script of doom – doom will have for naught

 

Vertaald door Tomasz Gil

 

Cross

I am level
You are vertical
You are the mountain
I am the valley
I am the Earth
You are the Sun
I am the shield
You are the sword
I am the wound
You are the pain
I am the night
You are God
You are fire
I am water
I am naked
You are in me
I am level
But not always
You are vertical
But not forever
I am the vertical
Mountain of orgasm
You are level
Near me

wojaczek2

Rafał Wojaczek (6 december 1945 – 11 mei 1971)

 

De Oostenrijkse schrijver Peter Handke werd op 6 december 1942 in Griffen in Karinthië geboren. Zie ook mijn blog van 6 december 2006.  en ook mijn blog van 6 december 2007 en ook mijn blog van 6 december 2008.

 

Uit: Es leben die Illusionen (Peter Handke, Peter Hamm)

 

“Und wenn die Geschichte geschrieben ist, wenn man nichts tut, wenn man wieder im Müßiggang lebt, im verdienten oder im nicht verdienten, wenn dann die Geschichte sozusagen aus der Luft zu einem zurückkommt, ist es eigentlich … die schönste Zeit. Man hört ja immer wieder: Der was geschrieben hat, fällt dann in ein Loch, oder er fühlt die Leere im Innern. Das ist ganz und gar nicht so bei mir. Bei mir kommt dann die Geschichte zu mir zurück, und dann denke ich: Ja, ich hab’s geschrieben. Dieses Gefühl: Ich habe geschrieben, ist eigentlich ein größeres und besseres Gefühl als: Ich schreibe. Wenn ich das in der Gegenwart, im Präsens ausdrücke. Dann komm ich mir oft wie ein Halunke oder wie ein Schurke vor, der sich drückt vor … dem, was seine Bürgerpflicht ist. (Lacht.)

 

In einem Gespräch mit André Müller hast du zwei Sachen gesagt: Einmal: man brauche eine gewisse Schamlosigkeit zum Schreiben. Und dann: Es habe dich hingezogen zum Schreiben aus einem Bedürfnis zu lieben. Was meinst du mit ‘Schamlosigkeit’?

 

Ja, Schamlosigkeit, das trifft auch nicht mehr zu. Und das Bedürfnis zu lieben ist vielleicht auch nicht mehr etwas so … Umfassendes, ‘etwas sanft Umfassendes herzustellen’, wie es da im ‘Nachmittag eines Schriftstellers’ einmal steht. Ein Werk ist etwas, das sich durch Benutzung nicht abnützt. Es wird benützt, nutzt sich aber nicht ab. Früher hat man ‘Werk’ gesagt, und das ist ein eigentlich gar nicht so unschönes Wort. Ich fand das lange lächerlich, aber warum nicht ab und zu an einer bestimmten Stelle das Wort Werk verwenden? Um das mit der Liebe abzuschwächen oder vielleicht zu variieren, würde ich sagen: irgend etwas Umfassendes und zugleich Leichtes, das schwebt mir vor. Das Haus der Winde, denke ich oft, das wäre ein Buch, Haus aller Winde, und keiner ist dann so gefährlich wie der Mistral oder es sind wirklich die Winde, wie sie bei Vergil stehen, der kalte Bora in Jugoslawien, und so weiter…”

 

Handke

Peter Handke (Griffen, 6 december 1942)

 

De Nederlandse schrijver en schilder Henk van Woerden werd op 6 december 1947 geboren te Leiden. Zie ook mijn blog van 6 december 2006.  en ook mijn blog van 6 december 2007 en ook mijn blog van 6 december 2008.

 

Uit: Tikoes

 

Ze ontwaakte schielijk, zoals ze meestal deed. Haar arm strekte over mij heen en trok het gordijn op een kier; het licht deed de slaapkamer blozen. We voelden een driehoekje tocht uit de tuin; het bracht geruis en geuren die thuis gingen betekenen, maar niet ogenblikkelijk. En welk thuis precies? De tuin bleef zweven: struikgewas en doorkijkjes voorzien van gekwetter en gekwinkeleer dat de vogelgeluiden van vroeger doubleerde. Een deuntje op zijn kant gekeerd.
We hoorden vensterluiken schuiven. Een tuinman kwam langs om jaloezieën te ontgrendelen en het landhuis een voor een de ogen te openen. Hij wrong zich telkens door de begroeiing heen en deed zijn ronde met een vanzelfsprekende alledaagsheid die wij nog niet goed begrepen. Toen hij uit het zicht was verdwenen werd een tuinslang kronkelend over het gazon getrokken. Op enige afstand klonk een schelle roep, die onmiddellijk weer wegstierf, gevolgd door hondengeblaf achter de hoge bomen.
Tikoes snoof een keer aan de lucht uit de tuin, en daarna aan beide oksels. Ze trok een zuur gezicht, gleed uit bed en tripte geruisloos naar de badkamer om de wasbak vol te laten stromen.
In deze vleugel van Eikenhof liep roestwater uit de kranen, waarvoor ik had gewaarschuwd, een kleur van onder de grond. Ze poetste haar tanden en zong toen:

Spieglein, Spieglein an der Wand,
Wer ist die schönste im ganzen Land?’

Ondertussen bekeek ze met schuimende mond haar evenbeeld in het spiegeltje, en maakte ten slotte met getuite tong een afdruk op het glas, zodat twee tongen naar elkaar reikten. Er stond kippenvel op de huid van haar taille.

Ik volgde mijn neus door de kamers, niet echt op zoek naar de gastheer. In een aangrenzend vertrek stonden nog zijn twee piano’s. Het schemerde er; tijdens mijn afwezigheid leek het huis te zijn dichtgegroeid, het zicht op de tuin ontnomen. In het halfduister hing een voorjaarsachtige koelte die naar vroeger rook, een geur die onmiddellijk vrolijk stemde.
In de bibliotheek waren de kasten tot aan het plafond gestegen. Cliffords verzamelwoede had gelijke tred gehouden met het woekeren van gewassen rond het erf. En trok je hier of daar een leren band uit de keurige rijen op de plank, dan sloeg dezelfde ondergrondse lucht je tegemoet die het kraanwater kleurde, okerrood, brakkig en aangenaam om redenen die niet meteen waren te achterhalen. Het slib in het meertje, the dam, rook zo, wist ik, en veel langer geleden: het teer van de straten, vlak voor het onweer.
De neus keert eerder dan het oog naar huis. In de zitkamer geurde het naar koude haard. In de gangen naar slak en hond. In de hal naar wijnschimmel. Ik sloop over de krakende vloer van de salon waar Engelse meubels sluimerden – kaarsvet, stof van prenten – en betrad de keuken: onbestemd bezinksel, roerei, en mijn vriend aan het fornuis.

 

henk_van_woerden

Henk van Woerden (6 december 1947 – 16 november 2005)
Getekend door Karel Kindermans

 

De Amerikaanse journalist en dichter Alfred Joyce Kilmer werd geboren op 6 december 1886 in New Brunswick, New Jersey. Zie ook mijn blog van 6 december 2006 en ook mijn blog van 6 december 2008.

 

To Certain Poets

Now is the rhymer’s honest trade
A thing for scornful laughter made.

 

The merchant’s sneer, the clerk’s disdain,
These are the burden of our pain.

 

Because of you did this befall,
You brought this shame upon us all.

 

You little poets mincing there
With women’s hearts and women’s hair!

 

How sick Dan Chaucer’s ghost must be
To hear you lisp of “Poesie”!

 

A heavy-handed blow, I think,
Would make your veins drip scented ink.

 

You strut and smirk your little while
So mildly, delicately vile!

Your tiny voices mock God’s wrath,
You snails that crawl along His path!

 

Why, what has God or man to do
With wet, amorphous things like you?

 

This thing alone you have achieved:
Because of you, it is believed

 

That all who earn their bread by rhyme
Are like yourselves, exuding slime.

 

Oh, cease to write, for very shame,
Ere all men spit upon our name!

 

Take up your needles, drop your pen,
And leave the poet’s craft to men!

 

Kilmer

Alfred Joyce Kilmer (6 december 1886 – 30 juli 1918)

 

De Franse dichter en romanschrijver Paul Adam werd geboren in Parijs op 6 december 1862. Zie ook mijn blog van 6 december 2008.

 

L’ARGENT

 

Il peut acheter une maison

Mais pas un foyer

Il peut acheter un lit

Mais pas le sommeil

Il peut acheter une horloge

Mais pas le temps

Il peut acheter un livre

Mais pas la connaissance

Il peut acheter une position

Mais pas le respect

Il peut payer le médecin

Mais pas la santé.

Il peut acheter du sang

Mais pas la vie

Il peut acheter du sexe

Mais pas de l’amour.

 

Adam_Paul

Paul Adam (6 december 1862 – 2 januari 1920)

 

De Duitse schrijfster Sophie von La Roche werd geboren op 6 december 1730 in Kaufbeuren als Marie Sophie Gutermann von Gutershofen. Zie ook mijn blog van 6 december 2006 en ook mijn blog van 6 december 2008.

 

Uit: Geschichte des Fräuleins von Sternheim

 

„Erschrecken Sie nicht, meine Freundin, anstatt der Handschrift von Ihrer Sternheim eine gedruckte Copey zu erhalten, welche Ihnen auf einmal die ganze Verräterei entdeckt, die ich an Ihnen begangen habe. Die Tat scheint beim ersten Anblick unverantwortlich. Sie vertrauen mir unter den Rosen der Freundschaft ein Werk Ihrer Einbildungskraft und Ihres Herzens an, welches bloß zu Ihrer eigenen Unterhaltung aufgesetzt worden war. »Ich sende es Ihnen (schreiben Sie mir), damit Sie mir von meiner Art zu empfinden, von dem Gesichtspunkt, woraus ich mir angewöhnt habe, die Gegenstände des menschlichen Lebens zu beurteilen, von den Betrachtungen, welche sich in meiner Seele, wenn sie lebhaft gerührt ist, zu entwickeln pflegen, Ihre Meinung sagen und mich tadeln, wo Sie finden, daß ich unrecht habe. Sie wissen, was mich veranlaßt hat, einige Nebenstunden, die mir von der Erfüllung wesentlicher Pflichten übrig blieben, dieser Gemüts-Erholung zu widmen.

Sie wissen, daß die Ideen, die ich in dem Charakter und in den Handlungen des Fräuleins von Sternheim und ihrer Eltern auszuführen gesucht habe, immer meine Lieblings- Ideen gewesen sind; und womit beschäftigt man seinen Geist lieber als mit dem, was man liebt? Ich hatte Stunden, wo diese Beschäftigung eine Art von Bedürfnis für meine Seele war. So entstund unvermerkt dieses kleine Werk, welches ich anfing und fortsetzte, ohne zu wissen, ob ich es würde zum Ende bringen können; und dessen Unvollkommenheit Sie selbst nicht besser einsehen können, als ich sie fühle. Aber es ist nur für Sie und mich — und, wenn Sie, wie ich hoffe, die Art zu denken und zu handeln dieser Tochter meines Geistes gutheißen, für unsre Kinder bestimmt.

Wenn diese durch ihre Bekanntschaft mit jener in tugendhaften Gesinnungen, in einer wahren, allgemeinen, tätigen Güte und Rechtschaffenheit gestärket würden — welche Wollust für das Herz Ihrer Freundin.« — So schrieben Sie mir, als Sie mir Ihre Sternheim anvertrauten; — und nun, meine Freundin, lassen Sie uns sehen, ob ich Ihr Vertrauen beleidiget, ob ich wirklich ein Verbrechen begangen habe, da ich dem Verlangen nicht widerstehen konnte, allen tugendhaften Müttern, allen liebenswürdigen jungen Töchtern unsrer Nation. ein Geschenke mit einem Werk– zu machen, welches mir geschickt schien, Weisheit und Tugend — die einzigen großen Vorzüge der Menschheit,

die einzigen Quellen einer wahren Glückseligkeit — unter Ihrem Geschlechte und selbst unter dem meinigen zu befördern.“

 

LaRoche

Sophie von La Roche (6 december 1730 – 18 februari 1807) 

 

 

De Italiaanse schrijver Baldassare Castiglione, graaf van Novellata werd geboren op 6 december 1478 te Casatico, bij Mantua. Zie ook mijn blog van 6 december 2006 en ook mijn blog van 6 december 2008.

 

Uit: The Book of the Courtier

 

“These French gentlemen slander me and  declare that I am an Imperialist, because they see  how kindly the Emperor and his courtiers treat me.

As you know, I have never discouraged their attentions, hoping that by retaining His Majesty’s confidence I may better be able to serve the Pope ; and  I really do not think it necessary to alter my conduct  in order to be held an honest man, and should be  ashamed if at my time of life anyone ventured to  doubt my integrity. Certainly I have never had so  difficult a task as that of managing these affairs, on  such a footing and in such company. If this goes  on much longer it will become intolerable. I ought  at least to receive precise instructions as to what  I am to say and do, for at present I have to refer  everything to these French ambassadors, and what  kind of men they are God only knows ! . . . Now  Bayard has gone back to France, after making many  threats of vengeance, and Calvimont refuses to utter  a word. Such conduct may well exasperate the other  confederates, who have brought war into their own  lands for no other reason than to gratify the King of  France. Now His INIajesty gives himself up to  pleasure at home, while poor Italy is on fire and the  Apostolic See has sunk to the lowest depths of  degradation. And yet, if we only knew it, just now  we might obtain any terms that we chose to ask from  the Emperor.”

 

Castiglione

Baldassare Castiglione (6 december 1478 – 2 februari 1529)