Fernando Arrabal, Ernst Stadler, Hugidh MacDiarmid, Alex Haley, Yoshikawa Eiji

De Spaanse schrijver, dichter, dramaturg en cineast Fernando Arrabal werd geboren in Melila, Spaans Marokko op 11 augustus 1932. Zie ook mijn blog van 11 augustus 2007.

Uit: Baal Babylone

 

Sie haben mir erzählt, dass jetzt alles anders ist, dass jetzt Krankheiten geheilt werden, dass man jetzt mit hoher Geschwindigkeit reist, dass die Menschheit Fortschritte gemacht hat und dass das Wohlbefinden zum Glück beiträgt. Auch du hast mir das erzählt. Als ich ihnen eine Frage stellte, erhielt ich eine Antwort. Dann habe ich aufgehört, Fragen zu stellen.

   Sie haben mir gesagt, dass man das Vaterland lieben soll, dass man sich für das Vaterland opfern soll, dass man stolz auf seine Helden sein soll, dass man Gesetz und Ordnung achten soll, dass man die Verräter anzeigen soll, dass man die Feinde hassen soll. Auch du hast mir das gesagt. Als ich ihnen eine Frage stellte, erhielt ich eine Antwort. Dann habe ich aufgehört, Fragen zu stellen.

   Sie haben mir gesagt, dass die Familie heilig ist, dass man seine Eltern achten soll, dass man ihnen dafür dankbar sein soll, dass sie einen erzogen haben, dass man ihnen gehorchen soll, dass man sie ungeachtet ihres Tuns und Handelns lieben soll. Auch du hast mir das gesagt. Als ich ihnen eine Frage stellte, erhielt ich eine Antwort. Dann habe ich aufgehört, Fragen zu stellen.

   Dann haben sie mir gesagt, das solle ich tun, also habe ich keine weiteren Fragen gestellt und es getan. Dann haben sie mir gesagt, ich solle dorthin gehen, also habe ich keine weiteren Fragen gestellt und bin dorthin gegangen.

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Ich fragte dich: “Warum sind die Juden gemein?”

Du hast geantwortet: “Darum; das ist allgemein bekannt.”

Da fragte ich dich: “Warum sind die Anarchisten gemein?”

Du hast geantwortet: “Darum; das weiß doch die ganze Welt.”

 

Ich fragte dich: “Warum war Papa Jude?”

Du gabst mir keine Antwort.

Da fragte ich dich: “Warum war Papa Anarchist?”

Du gabst mir keine Antwort.

 

Ja, so war’s.

 

Ich fragte dich: “Die Juden, sind das die, die Jesus umgebracht haben?”

Du sagtest: “Aber ja!”


Da fragte ich dich: “Die Anarchisten, sind das die, die Bomben legen, um Leute umzubringen?”

Du sagtest: “Aber ja!”

 

Ich fragte dich, ob ich als Erwachsener Jude sein würde.

Du sagtest: “Aber nein!”

Da fragte ich dich, ob ich als Erwachsener Anarchist sein würde.

Du sagtest: “Aber nein!”

 

Dann hast du hinzugefügt, Mama, dass ich gut sei, und hast mich umarmt.

 

Ja, so war’s.“

 

arrabal

Fernando Arrabal (Melila, 11 augustus 1932)

 

De Duitse dichter Ernst Stadler werd geboren op 11 augustus 1883 in Colmar (Kolmar). Zie ook mijn blog van 11 augustus 2007.

 

 

An die Schönheit

 

So sind wir deinen Wundern nachgegangen
wie Kinder die vom Sonnenleuchten trunken
ein Lächeln um den Mund voll süßem Bangen
und ganz im Strudel goldnen Lichts versunken
aus dämmergrauen Abendtoren liefen.
Fern ist im Rauch die große Stadt ertrunken

 

kühl schauernd steigt die Nacht aus braunen Tiefen.
Nun legen zitternd sie die heißen Wangen
an feuchte Blätter, die von Dunkel triefen

 

und ihre Hände tasten voll Verlangen
auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel
das hinter roten Wäldern hingegangen –

 

ihr leises Weinen schwimmt und stirbt im Dunkel.

 

 

 

Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht

 

Der Schnellzug tastet sich
und stößt die Dunkelheit entlang.
Kein Stern will vor. Die ganze Welt ist nur ein enger,
nachtumschienter Minengang,
Darein zuweilen Förderstellen
blauen Lichtes jähe Horizonte reißen: Feuerkreis
Von Kugellampen, Dächern, Schloten,
dampfend, strömend … nur sekundenweis …
Und wieder alles schwarz.
Als führen wir ins Eingeweid der Nacht zur Schicht.
Nun taumeln Lichter her … verirrt, trostlos vereinsamt …
mehr … und sammeln sich … und werden dicht.
Gerippe grauer Häuserfronten liegen bloß,
im Zwielicht bleichend, tot –
etwas muß kommen … o, ich fühl es schwer
Im Hirn. Eine Beklemmung singt im Blut.
Dann dröhnt der Boden plötzlich wie ein Meer:
Wir fliegen, aufgehoben,
königlich durch nachtentrissne Luft, hoch übern Strom.
O Biegung der Millionen Lichter, stumme Wacht,
Vor deren blitzender Parade
schwer die Wasser abwärts rollen.
Endloses Spalier, zum Gruß gestellt bei Nacht!
Wie Fackeln stürmend! Freudiges!
Salut von Schiffen über blauer See! Bestirntes Fest!
Wimmelnd, mit hellen Augen hingedrängt!
Bis wo die Stadt
mit letzten Häusern ihren Gast entläßt.
Und dann die langen Einsamkeiten. Nackte Ufer.
Stille. Nacht. Besinnung. Einkehr. Kommunion.
Und Glut und Drang
Zum Letzten, Segnenden. Zum Zeugungsfest.
Zur Wollust. Zum Gebet. Zum Meer.
Zum Untergang.

 

stadler-001

Ernst Stadler (11 augustus 1883 – 30 oktober 1914)

 

De Schotse dichter Hugidh MacDiarmid werd geboren op 11 augustus 1892 als Christopher Marray Grieve in Langholm. Zie ook mijn blog van 11 augustus 2007.

 

 

The Watergaw

Ae weet forenicht i the yow-trummle
I saw yon antrin thing,
A watergaw wi its chitterin licht
Ayont the on-ding;
An I thocht o the last wild look ye gied
Afore ye deed!

There was nae reek i the laverock’s hoose
That nicht – an nane i mine;
But I hae thocht o that foolish licht
Ever sin syne;
An I think that mebbe at last I ken
What your look meant then.

 

Vertaald:

The Unclear Rainbow

A wet early evening
In a cold July after the shearing,
I saw that rare thing,
A faint rainbow in the shivering light
Beyond the downpour;
And I thought of the last wild look on your face
Before you died.

There was no smoke in the lark’s house that night –
and none in mine;
But I’ve thought of that foolish light
Ever since then;
And I think that perhaps at last I know
What your look meant.

 

macdiarmid

Hugidh MacDiarmid (11 augustus 1892 – 9 september 1978)

 

De Amerikaanse schrijver Alexander Palmer Haley werd geboren in Ithaca (New York) op 11 augustus 1921. Zijn belangrijkste werken zijn The Autobiography of Malcolm X, waar hij de ghostwriter van was, en Roots: The Saga of an American Family, waarin hij de mondeling overgeleverde geschiedenis van zijn familie vertelde.

Haley groeide op in het zuiden van de Verenigde Staten in een familie die van Afrikaanse, Ierse en Cherokee afkomst was. In 1939 nam hij dienst bij de kustwacht, waar hij 20 jaar werkzaam zou blijven. Na de Tweede Wereldoorlog werd hij journalist bij de kustwacht, en na zijn pensionering in 1959 werkte hij voor Reader’s Digest.

Voor Playboy maakte hij het eerste interview ooit in dat blad in september 1962, met Miles Davis.

In 1976 publiceerde Haley Roots: The Saga of an American Family, op basis van de geschiedenis van zijn eigen familie, die was teruggetraceerd tot de Mandinka Kunta Kinte die in 1767 in Gambia door slavenhandelaren was gevangen en in Amerika als slaaf werd verkocht. Het boek had tien jaar voorbereiding en onderzoek gekost, waarbij Haley meermalen in Gambia was geweest. Roots werd in 37 talen vertaald, won een Pulitzer-prijs en werd verfilmd tot een miniserie.

 

Uit: Roots

 

Early in the spring of 1750, in the village of Juffure, four days upriver from the coast of The Gambia, West Africa, a man-child was born to Omoro and Binta Kinte. Forcing forth from Binta’s strong young body, he was as black as she was, flecked and slippery with Binta’s blood, and he was bawling. The two wrinkled midwives, old Nyo Boto and the baby’s Grandmother Yaisa, saw that it was a boy and laughed with joy. According to the forefathers, a boy firstborn presaged the special blessings of Allah not only upon the parents but also upon the parents’ families; and there was the prideful knowledge that the name of Kinte would thus be both distinguished and perpetuated.

It was the hour before the first crowing of the cocks, and along with Nyo Boto and Grandma Yaisa’s chatterings, the first sound the child heard was the muted, rhythmic bomp-a-bomp-a-bomp of wooden pestles as the other women of the village pounded couscous grain in their mortars, preparing the traditional breakfast of porridge that was cooked in earthen pots over a fire built among three rocks.

The thin blue smoke went curling up pungent and pleasant, over the small dusty village of round mud huts as the nasal wailing of Kajali Demba, the village alimamo, began, calling men to the first of the five daily prayers that had been offered up to Allah for as long as anyone living could remember Hastening from their beds of bamboo cane and cured hides into their rough cotton tunics, the men of the village filed briskly to the praying place, where the alimamo led the worship: “Allahu Akbar! Ashadu an lailahailala!” (God is great! I bear witness that there is only one God!) It was after this, as the men were returning toward their home compounds for breakfast, that Omoro rushed among them, beaming and excited, to tell them of his firstborn son. Congratulating him, all of the men echoed the omens of good fortune.

Each man, back in his own hut, accepted a calabash of porridge from his wife. Returning to their kitchens in the rear of the compound, the wives fed next their children, and finally themselves. When they had finished eating, the men took up their short, bent-handled hoes, whose wooden blades had been sheathed with metal by the village blacksmith, and set off for their day’s work of preparing the land for farming of the groundnuts and the couscous and cotton that were the primary men’s crops, as rice was that of the women, in this hot, lush savanna country of The Gambia.”

 

Haley

Alex Haley (11 augustus 1921 – 10 februari 1992)

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 11 augustus 2007.

 

De Japanse schrijver Yoshikawa Eiji werd geboren op 11 augustus 1892.