Ovidius, Friedrich Hölderlin, Henrik Ibsen, David Malouf, Christoph Ransmayr, Henning Heske, Jens Petersen, Gerard Malanga , Touré


De Romeinse dichter Publius Ovidius Naso werd geboren op 20 maart 43 v. Chr. uit een welgestelde ridderfamilie te Sulmo, nu het stadje Sulmona. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

 

Uit: Metamorphoses

 

Orpheus en Euridyce

 

Van Kreta vloog hij, krokusgeel gesluierd, door het luchtruim
en haastte zich – hij, Hymenaeus, huwelijksgod – naar ‘t land
der Thraciërs. Voor niets, helaas! Orpheus had hem geroepen
en daarom kwam hij, maar hij liet geen plechtig bruiloftslied,
geen vrolijke gezichten toe, geen enkel voorspoedteken [5]
en zelfs de fakkel die hij droeg deed niets dan sissen met
veel rook, tot tranen toe; zwaaien hielp niets, hij wou niet vlammen –
een droevig teken met nog droever afloop. Want terwijl
de jonge bruid zich met haar nimfenschaar in ’t gras vermeide,
liep ze een gifbeet van een slang op, in haar hiel, en stierf. [10]

De zanger van het Thracisch bergland heeft eerst tot de goden
geklaagd; toen, om ook hulp te zoeken in het dodenrijk,
waagde hij zich bij Taenarum de poort door, naar de Styx
en liep tussen de lichaamloze langbegraven schimmen
tot vóór Persephone met naast haar de gebieder over [15]
het somber rijk des doods. Zich begeleidend op zijn lier
zong hij hen toe: “Ach, goden van de onderaardse wereld,
waar iedereen die sterflijk is zijn eindbestemming vindt –
als u mij toestaat zonder omhaal en vertoon van woorden
waarheid te spreken… Nee, ik ben hier niet gekomen om [20]
de donkere Tartarus te zien, niet om de drie behaarde
slangehondkoppen van de Cerberus te ketenen;
mijn komst betreft mijn vrouw: nadat zij op een slang getrapt had,
beet deze haar zijn gif in en ontnam haar levensbloei.

 

 

Vertaald door  M. d’Hane-Scheltema

 

 

 

 
ovidius
Ovidius (20 maart 43 v. Chr. – 17 na Chr.)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christian Friedrich Hölderlin werd geboren op 20 maart 1770 in Lauffen am Neckar in het Hertogdom Württemberg. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

 

Uit: Hyperion

 

Hyperion an Bellarmin

 

Der liebe Vaterlandsboden gibt mir wieder Freude und Leid.

Ich bin jetzt alle Morgen auf den Höhn des Korinthischen Isthmus, und, wie die Biene unter Blumen, fliegt meine Seele oft hin und her zwischen den Meeren, die zur Rechten und zur Linken meinen glühenden Bergen die Füße kühlen.

Besonders der Eine der beeden Meerbusen hätte mich freuen sollen, wär ich ein Jahrtausend früher hier gestanden.

Wie ein siegender Halbgott, wallte da zwischen der herrlichen Wildnis des Helikon und Parnaß, wo das Morgenrot um hundert überschneite Gipfel spielt, und zwischen der paradiesischen Ebene von Sicyon der glänzende Meerbusen herein, gegen die Stadt der Freude, das jugendliche Korinth, und schüttete den erbeuteten Reichtum aller Zonen vor seiner Lieblingin aus.

Aber was soll mir das? Das Geschrei des Jakals, der unter den Steinhaufen des Altertums sein wildes Grablied singt, schröckt ja aus meinen Träumen mich auf.

Wohl dem Manne, dem ein blühend Vaterland das Herz erfreut und stärkt! Mir ist, als würd ich in den Sumpf geworfen, als schlüge man den Sargdeckel über mir zu, wenn einer an das meinige mich mahnt, und wenn mich einer einen Griechen nennt, so wird mir immer, als schnürt’ er mit dem Halsband eines Hundes mir die Kehle zu.

Und siehe, mein Bellarmin! wenn manchmal mir so ein Wort entfuhr, wohl auch im Zorne mir eine Träne ins Auge trat, so kamen dann die weisen Herren, die unter euch Deutschen so gerne spuken, die Elenden, denen ein leidend Gemüt so gerade recht ist, ihre Sprüche anzubringen, die taten dann sich gütlich, ließen sich beigehn, mir zu sagen: klage nicht, handle!

O hätt ich doch nie gehandelt! um wie manche Hoffnung wär ich reicher! –

Ja, vergiß nur, daß es Menschen gibt, darbendes, angefochtenes, tausendfach geärgertes Herz! und kehre wieder dahin, wo du ausgingst, in die Arme der Natur, der wandellosen, stillen und schönen.

 

 

 

 

holdelinPor
Friedrich Hölderlin (20 maart 1770 – 7 juni 1843)

 

 

 

 

De Noorse toneelschrijver en dichter Henrik Johan Ibsen werd geboren op 20 maart 1828. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

 

Uit: G e s p e n s t e r (Vertaald door M. von Borch)

 

“E i n  g e r ä u m i g e s  G a r t e n z i m m e r

mit einer Thür auf der linken Seitenwand und zwei Thüren auf der rechten Wand. In der Mitte des Zimmers ein runder Tisch, um diesen Stühle; auf dem Tische liegen Bücher, Zeitschriften und Zeitungen. Im Vordergrunde links ein Fenster, an diesem ein kleines Sopha, vor dem ein Nähtisch steht. Den Hintergrund bildet ein offenes, schmäleres Blumenzimmer, das nach außen durch Glaswände mit großen Scheiben abgeschlossen wird. Auf der rechten Seitenwand des Blumenzimmers befindet sich eine Thür, die zum Garten hinunter führt. Durch die Glaswände unterscheidet man eine düstere Fjordlandschaft, welche durch einen gleichmäßigen Regen verschleiert wird.

 

=Tischler Engstrand= steht oben an der Gartenthür. Sein linkes Bein ist

etwas krumm; unter der Stiefelsohle hat er einen Holzklotz. =Regine= mit

einer leeren Blumenspritze in der Hand hindert ihn am Näherkommen.

 

=Regine= (mit gedämpfter Stimme). Was willst du? Rühr’ dich nicht von

der Stelle. Du triefst ja von Regen.

 

=Engstrand.= Das ist ja der Regen unseres H e r r g o t t s, mein Kind.

 

=Regine.= Des Teufels Regen ist es.

 

=Engstrand.= Wie du doch sprichst, Regine. (Hinkt ein paar Schritte

weiter ins Zimmer hinein.) Ja, d a s war es, was ich sagen wollte — —

 

=Regine.= Stoß nicht so mit dem Fuße auf, Mensch! Der junge Herr liegt

oben und schläft.

 

=Engstrand.= Jetzt liegt er und schläft? Am helllichten Tage?“

 

 

 

 

 

HenrikIbsen
Henrik Johan Ibsen (20 maart 1828 – 23 mei 1906)

 

 

 

 

De Australische schrijver David Malouf werd geboren op 20 maart 1934 in Brisbane. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

 

 

Uit: Dream Stuff

 

At Schindler’s Jack woke early. The sound of the sea would find its way into his sleep. The little waves of the bay, washing in and receding, dragging the shell-grit after them, would hush his body to their rhythm and carry him back to shallows where he was rolled in salt. It was his own sweat springing warm where the sun struck the glass of his sleepout, which was so much hotter than the rest of the house that he might, in sleep, have drifted twenty degrees north into the tropics where the war was: to Borneo, Malaya, Thailand. He would throw off even the top sheet then to bake in it, till it was too hot, too hot altogether, and he would get up, go down barefoot to pee in a damp place under one of the banana trees and take a bit of a walk round the garden. Until Dolfie, the youngest of the Schindlers, came out bad-tempered and sleepy-eyed to chop wood, he had the garden’s long half-acre to himself.
There was a pool at Schindler’s. In the old days Jack and his father had swum there each morning. Jack would cling to the edge and kick, while his father, high up on the matted board, would leap, jackknife in the air, hang a moment as if he had miraculously discovered the gift of flight, then plummet and disappear. Then, just when Jack thought he was gone altogether, there would be a splash and he would reappear, head streaming, a performance that gave Jack, after the long wait in which his own breath too was held, a shock of delighted surprise that never lost its appeal.
Schindler’s was a boarding house down the ‘Bay’ at Scarborough. They went there every holidays.
The pool these days was empty, closed, like so much else, for the ‘duration’. But Jack, who this year would have been old enough to use the board, liked each morning to walk out to the end and test its spring. Toes curled, arms raised, beautifully balanced between the two blues, the cloudless blue of the early-morning sky and the painted one that was its ideal reflection, he would reach for what he remembered of his father’s stance up there, grip the edge, strain skywards with his fingertips, push his ribcage out till the skin felt paper-thin, and hang there, poised.
He had got this part of it perfect. For the rest he would have to be patient and wait.”

 

 

 

 

malouf
David Malouf (Brisbane, 20 maart 1934)

 

 

 

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Christoph Ransmayr werd geboren op 20 maart 1954 in Wels. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

 

Uit: Der Fliegende Berg (fragment)

 

Ich starb

6840 Meter über dem Meeresspiegel

am vierten Mai im Jahr des Pferdes.

Der Ort meines Todes

lag am Fuß einer eisgepanzerten Felsnadel,

in deren Windschatten ich die Nacht überlebt hatte.

Die Lufttemperatur meiner Todesstunde

betrug minus 30 Grad Celsius,

und ich sah, wie die Feuchtigkeit

meiner letzten Atemzüge kristallisierte

und als Rauch in der Morgendämmerung zerstob.

Ich fror nicht. Ich hatte keine Schmerzen.

Das Pochen der Wunde an meiner linken Hand

war seltsam taub.

Durch die bodenlosen Abgründe zu meinen Füßen

trieben Wolkenfäuste aus Südost.

Der Grat, der von meiner Zuflucht

weiter und weiter

bis zur Pyramide des Gipfels emporführte,

verlor sich in jagenden Eisfahnen,

aber der Himmel über den höchsten Höhen

blieb von einem so dunklen Blau,

daß ich darin Sternbilder zu erkennen glaubte:

den Bärenhüter, die Schlange, den Skorpion.

Und die Sterne erloschen auch nicht,

als über den Eisfahnen die Sonne aufging

und mir die Augen schloß,

sondern erschienen in meiner Blendung

und noch im Rot meiner geschlossenen Lider

als weiß pulsierende Funken.

Selbst die Skalen des Höhenmessers,

der mir irgendwann aus dem Klumpen

meines Handschuhs gefallen

und in die Wolken hinabgesprungen war,

blieben wie eingebrannt in meine Netzhaut:

Luftdruck, Meereshöhe, Celsiusgrade . . .

jeder Meßwert des verlorenen Instruments

eine glühende Zahl.

Als zuerst diese Zahlen

und dann auch die Sterne verblaßten

und schließlich erloschen, hörte ich das Meer.

Ich starb hoch über den Wolken

und hörte die Brandung,

glaubte die Gischt zu spüren,

die aus der Tiefe zu mir emporschäumte

und mich noch einmal hochtrug zum Gipfel,

der nur ein schneeverwehter Strandfelsen war,

bevor er versank.

 

 

 

ransmayr
Christoph Ransmayr
(Wels, 20 maart 1954)

 

 

 

 

De Duitse dichter en essayist Henning Heske werd geboren op 20 maart 1960 in Düsseldorf. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

 

LÖSSWOLKE

 

Die andere Antike: ein Paralleluniversum jenseits der Wüste.
Eine mannshohe Terrakotta-Armee aus Untoten,
präpariert für den Kampf gegen das Ego,
aufgebahrt in einem Labyrinth der Finsternis.
Ein Jenseitsgeleit mit Akrobaten, Löwenstatuen,
geflügelten Pferden und Kultkesseln. Lampen mit Walöl
spenden ewiges Licht für den Drachenthron.
Keine Götzenbildnisse.
Bronzekraniche zieren eine unterirdische Uferlandschaft
mit einem Styx aus Quecksilber. Gesichert
mit automatischen Armbrüsten. Jadeflöten, glasierte Kamele,
Rhinozerosse aus Eisen, Penisse aus Bronze, alles
ein vergeblicher Kotau vor der Unsterblichkeit,
nur ein Ton im Klang der großen Kakofonie.

 

 

 

 

Heske
Henning Heske (Düsseldorf,  20 maart 1960)

 

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 20 maart 2007.

 

De Duitse schrijver en arts Jens Petersen werd geboren op 20 maart 1976 in Pinneberg.

 

De Amerikaanse dichter en fotograaf Gerard Joseph Malanga werd geboren
op 20 maart 1943 in New York.

 
De Afrikaans-Amerikaanse schrijver, journalist en cultuurcriticus Touré werd geboren op 20 maart 1971 in Milton, Massachusetts.