In memoriam Oskar Pastior


De Duits-Roemeense schrijver Oskar Pastior is gisteren, 4 oktober 2006, overleden.

Oskar Pastior werd in 1927 in Hermannstadt (Transsylvanië, Roemenië) geboren. Als Duitser werd hij al vroeg geconfronteerd met het probleem van het spreken van een minderheidstaal. Van 1945 tot 1949, na zijn middelbare school, werkte hij in Russische arbeidskampen in Oekraïne en in de Doblas. Na zijn terugkeer werkte hij o.a. als machineconstructeur en maakte hij houten doosjes.

Van 1955 tot 1960 studeerde hij Duits in Boekarest; nadien werkte hij als redacteur voor de Roemeense televisie. Sinds1969 leeft hij als schrijver in Berlijn. Hij kende veel succes, vooral na 1990, en kreeg een aantal onderscheidingen, bv. het eredoctoraat van de Lucian-Blaga-Universiteit Hermannstadt.

“Een methodische tovenaar van de taal” noemt de Duitse Akademie voor Taal en Literatuur de schrijver. Pastior staat bekend om zijn moeilijke dadaïstische lyriek en proza. Pas vanaf 1990 werd hij ontdekt. Hij schreef onder meer “Eine kleine Kunstmaschine” en “Jetzt kann man schreiben, was man will”, en vertaalde ook de 33 sonnetten van Francesco Petrarca.

sie ißt den leiermann

wenn es sie nicht gäbe
wo es sie nicht gibt
weil sie es nicht gäbe
wenn es sie nicht gibt

nicht auf diese weise
weil es die nicht gibt
die es so nicht gäbe
und nicht anders gibt

weil wenn es sie gäbe
da es sie nicht gibt
es sie nur so gäbe
die es nicht so gibt

nicht auf diese weise
nicht in diesem sinn
wo es vieles gäbe
und es viel nicht gibt

weil sie dies nicht gäbe
weil es dies nicht gibt
weil es diese weise
nie auf diese gibt

 

 

Jetzt kann man schreiben was man will

das durchsichtige gedicht plaudert aus der schule es befindet sich auf einer INNENSEITE etwa des klassenfensters wird aber von AUSSEN unter umständen d h wenn es nicht schon beim schreiben spiegelverkehrt abgefaßt wurde ehestens beim lesen als PALINDROM empfunden so nämlich heißt das fenomen dieses fenomen ermöglicht es dem gedicht aus
der ELUSCH zu plaudern das ist nicht immer NÖSCH denn schon in der sechsten zeile macht das wort AHA alles wieder fraglich denn wie ist es konzipiert? verstehen sie AHA oder AHA? mit anderen worten haben es die lehrer oder die schüler geschrieben lesen es die lehrer oder lesen es die schüler lesen sie es in der klasse oder auf der straße wer liest wo wie? AHA oder AHA? oder ist alles noch palindromischer? war auf der INNENSEITE die absicht ein für die INNENSEITE spiegelgleiches AHA abzufassen nicht etwa mit dem zweck betrieben von AUSSEN zwar ein spiegelverkehrtes gleichwohl aber von der absicht der abfassung her spiegelgleiches die verkehrung von außen miteinbezweckendes und somit in der tat doppelt spiegelverkehrtes also logisch spiegelgleiches AHA abzufassen? der gedankengang läßt sich mit ähnlichen resultaten mehrfach durchspielen verliert aber an relevanz wenn man bei näherer betrachtung auf eine scheinbar vorgegebene symmetrie im AHA selber stößt die andererseits wieder die dinge noch viel verzwickter macht oder nicht? aber richtig brisant wird das gedicht erst in der achten zeile wo im wort REGEN die rassendiskriminierung und im wort BEIL faschistoide elemente im deutschen volkslied angesprochen werden oder nicht? fabelhaft vielschichtig in seiner schlichten pseudo-irreversibilität der schluß SUSE AM SEIL OH EINE MEISE AH EIN HASE

 

 

 

 

OSKARPastior
Oskar Pastior (20 oktober 1927 – 4 oktober 2006)

 

 

Een reactie op “In memoriam Oskar Pastior

  1. Ik kwam gedichten van Oskar Pastior bij toeval tegen in een tijdschrift en vond ze erg intrigerend. Het lijken soms vooral klankgedichten, of vlecht hij er Roemeens in dat ik niet versta? Heeft iemand wel eens geprobeerd ze in het Nederlands te vertalen?

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